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Unkraut aufessen

Unkraut heißt jetzt Beikraut, wie passend 😊 und der Baumarkt, wie ich ja bereits geschrieben habe, bietet sogar manches davon an.

Viele Hobbygärtner schätzen dieses Unkraut oder Beikraut oder wie auch immer 😉 wenig, da es die Ordnung oder Schönheit mancher so kunstvoll angelegten Beete zerstört.

Da mittlerweile jeder verstanden haben sollte, dass Herbizide ein No-Go sind, wir es hoffentlich nur aufgezupft.

Aber Beikraut zeichnet sich durch starkes Vermehren oder schnelles Wachstum aus, ein Teufelskreislauf. Denn sie wachsen schneller und höher und verdrängen so gewünschte Gemüsearten oder Blumen. Meist handelt es sich und Samen Beikräuter, die sich in kurzen Abständen mehrmals im Jahr vermehren. Da könnten sich so manche gepflegt und gehegten Blumen ein Beispiel nehmen😊

Es wächst, wie und wo es will, es setzt sich durch bei den noch so makellosesten Rasen, genauso wie bei unserem Gemüse oder Früchten und nimmt denen leider Sonnenlicht und Nährstoffe weg. 🤨

Aber ….. die meisten dieser unliebsamen Kräuter sind wahre Schätze für die gesunde Küche, viele von diesen Wildkräutern sind eine wertvolle Bereicherung für unsere Rezepte und Gesundheit, denn sie sind besonders widerstandsfähig, besitzen daher wertvolle Eigenschaften und Inhaltsstoffe.

So manches Beikraut liefert weit mehr Vitamine, Mineralstoffe und andere Vitalstoffe als gezüchtetes Gemüse.

Viele der oft verfluchten Pflanzen steigern außerdem die Bodenqualität, indem sie die Erdfläche bedecken und vor Erosion und Austrocknung schützen.

Für die Vermehrung von Nützlingen, wie der Schlupfwespe zum Beispiel die wiederum Schädlinge unserer Pflanzen bekämpft sind sie unbedingt notwendig und

Beikräuter sind eine Bereicherung für Bienen! (siehe Artikel)

Aus einigen von ihnen wie zum Beispiel die Brennnessel lassen sich hochwertige biologische Dünger und Pflanzschutzmittel herstellen

Deshalb habe ich die perfekte Lösung für meine Beikräuter gefunden:

sie werden nicht bekämpft, sondern einfach aufgegessen 😊

Gierschblätter liefern doppelt so viel Vitamin C wie Broccoli und Kohlsprossen. Er kommt als Spinat, als Salat und als Suppe bei uns auf den Tisch.

Vogelmiere ist nicht nur ein guter Nachbar für Kohl, Rhabarber und Gurken, sie beinhaltet mehr als doppelt so viel Eisen wie Spinat, auch sie hat mehr Vitamin als Broccoli oder Kohlsprossen und ist reich an Kalium und Calcium. Sie kommt in den Salat, in die Suppe und ins Pesto. (siehe Artikel Pesto)

Gundelrebe oder Gundermann ist eigentlich überall bei uns im Garten😊, aber das darf sie auch, denn sie wird getrocknet als Heilkraut (Harnweg, Schnupfen, Eiter) und in der Küche wie Petersilie verwendet, kommt ins Pesto und in die Suppe. Die jungen Blüten in Schoko getaucht werden zum wilden After Eight

Brennnessel ist wohl das wertvollste Beikraut. Sie besitzt dreimal so viel Calcium wie Grünkohl, ist reich an Magnesium, Eisen und vollgepackt mit Vitamin C und A.

Bei uns kommt sie in den Spinat, in die Suppe, ins Pesto oder in den Aufstrich.

Die Samen der weiblichen Pflanzen im Herbst sammle ich und verwende sie als Eiweißpulver oder direkt als Brotbelag.

Gegen unsere jährlichen Pflanzenläuse machen wir eine Jauche und im Frühling ist sie eine guter Wärme-und Nährstoffspender für die Gemüsebeete und Setzlinge.

Löwenzahn besitzt viel Vitamin C, Eiweiß, Kalium, er kommt bei uns in den Salat und in den Spinat.

Sauerampfer liefert genauso viel Eiweiß und Vitamin C wie Kohlsprossen und würzt jede noch so langweilige Speise😊 er wird bei uns zum Salat und zur Gemüsebeilage.

Spitzwegerich   liefert Vitamin C, B, Zink Kalium und Kieselsäure und wird bei uns nicht nur für Tee gesammelt (Atemwegserkrankungen, Wundheilung) die braunen Kolben haben nämlich ein feines Aroma und kommen wie Pilze in Pfanne und werden gebraten, die Blätter in die Suppe, Aufstrich oder Pesto.

Labkrautblüten und oberen Triebspitzen haben viel Kieselsäure und Vitamin C, mit den zarten Blättern sind oft unsere Salatgrundlage, wandern aber auch ins Pesto oder in den Aufstrich.

Taubnessel enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe und kommt vor der Blüte in unseren Salat, ab der Blüte die Triebspitzen ins Gemüse oder in die Suppe. (sie haben eine leichten Pilzgeschmack)

Ich kann so einfach viel Zeit und Nerven und sparen indem ich das Unkraut, Beikraut, Wildkraut oder wie auch immer 😊 einfach schätze, statt es zu bekämpfen.

Gut für die Gesundheit, meine Nerven und auch für mein Kreuz 😉

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